Oktober 2018

Endlich ist der Reisebericht über unseren Südandentrip vom Winter 2016/2017 fertig. Ein paar Exemplare habe ich ausgedruckt, zugeschnitten und zu Büchern gebunden. Die Online-Ausgabe (im PDF-Format) steht unter Wortreisen-Südanden zum download bereit. Dort ist neben einer Fotoauswahl auch eine Kurzbeschreibung der Reise zu finden.

 

Wohin wird es uns 2019 verschlagen?

Die Zeit wäre reif für ein neues Ziel...

Martina


Juni 2018

Fotograf André Hofmann
Fotograf André Hofmann

Wenn ich sage, die Zeit vergehe wie im Flug, dann lautet der Subtext: ich bin zuviel in der Luft und zu selten an der Tastatur. Schon wieder ist ein halbes Jahr verstrichen und ich habe nichts Geschriebenes zu präsentieren. Das Buch über Patagonien ist noch in der 250seitigen Rohfassung und über die Flüge aus 2017 zu berichten, habe ich verpasst.

Doch vor kurzem hatte ich ein Flugerlebnis, das mich ziemlich aus der Bahn warf. Ein Adler begleitete mich über eine weite Strecke und ich weiß bis heute nicht, ob es bloß Zufall war, dass er, kurz bevor es passierte, davon flog.

Ein Hummeltraum(a).

Unfassbar schön und beängstigend zugleich.

Martina


November 2017

Ein halbes Jahr ist vorüber und der Schnee auf den Bergen zurück. Ich wollte im Sommer über meine abenteuerlichen Flüge zur Braunarlspitze und nach Malbun schreiben und den Patagonienreisebericht fertig stellen. Doch unerwartete Ereignisse und Arbeiten machten mir einen Strich durch die Rechnung. Ich hoffe in den kommenden Monaten einiges aufholen zu können.

Im September druckte der Kurier in einer Sonderbeilage zum Thema Naturgefahren ein Interview mit mir ab, bezugnehmend auf mein Buch Flurbereinigung, das ich über die Hangrutschung in Sibratsgfäll geschrieben habe. Gleichzeitig erhielt die „Georunde“, ein Kunstprojekt, das diese Katastrophe und ihre Auswirkungen vor Ort thematisiert, den Staatspreis für Design. Aus diesem Anlass habe ich meine Webseite zu Sibratsgfäll neu gestaltet und mit interessanten Informationen und links versehen.

 

Zum fliegerischen Saisonabschluss habe ich einen herbstlichen Hummeltext verfasst. Marc hat mir dafür ein paar Bilder überlassen (Danke!). Hier seht ihr eines davon.

Martina


April / Mai 2017

Ende April kehrte der Winter zurück, als wolle er den vergessenen Weihnachtstermin gutmachen.

Am 20.4. und 29.4. konnte ich dem frischen Pulverschnee nicht widerstehen (ich hatte durch den Südamerikatrip  ebenfalls Weihnachtsgefühle nachzuholen).

Es war so kalt geworden, dass der Schnee auf den bereits von Schafen beweideten Wiesen liegen blieb.

Das Foto zeigt den Aufstieg auf den Loisch. Ausgangshöhe 1200m!

Dass mitten in der Frühjahrsthermik der Schnifner Startplatz wieder weiß war, beflügelte auch die Fantasie eines Piloten, der Paragleiten gerne mit Schitouren verbindet. Seit Jahren wartet er auf die optimalen Wetterverhältnisse für ein ganz bestimmtes Zielgebiet. An einem Tag, der dafür gänzlich ungeeignet schien, war ich in der Luft. Fast widerwillig und natürlich ohne Schi. Mehr dazu im neuen Bericht: „Hummelscout“.

Eure Flugschreiberin

Martina


März 2017

Der Frühling ist immer eine Zeit der schwierigen Entscheidungen: Soll ich den letzten Schnee oder die erste Thermik nützen?

Heuer habe ich mich sehr spät zum Fliegen entschlossen und erst am 30. März den Start in die Flugsaison 2017 gewagt. Weil dieser Flug ganz anders war, als erwartet (oder besser gesagt befürchtet), habe ich einen Text darüber verfasst. Mein "Hummelstart" ist hier zu finden. Viel Freude beim Mitfliegen!

Martina


Februar 2017

Jetzt kann ich das „herbstliche Geheimnis“ lüften, ohne Einbrecher anzulocken. Markus und ich reisten im Dezember und Jänner sieben Wochen lang durch Patagonien. Beginnend im Süden in Punta Arenas fuhren wir in einem gemieteten Camper mal westlich, mal östlich der Anden bis zum 4.750m hohen Pass Aguas Negras nördlich von Santiago de Chile. In der Hauptstadt gaben wir das Auto nach 7.000 km und vier Reifenpannen wieder ab. Es war eine abwechslungsreiche Reise: von den Eiswelten der südlichen Fjorde bis zu den Wüsten im Norden, von den kühlen, vermoosten Regenwäldern westlich der Anden zur argentinischen Pampa, von der schier endlosen Ebene hinauf zu den qualmenden Vulkanen. Mitunter wähnten wir uns auf Safari, weil mehr Wildtiere als Menschen unsere Wege kreuzten. Jetzt habe ich die wunderbare Aufgabe, die schönsten Fotos aus über 5.000 (!) Aufnahmen herauszusuchen und die Stichworte des Reisetagebuchs in eine lesbare Form zu bringen.

Martina


November 2016

Der Herbst war geprägt von viel Arbeit, deren Früchte ich erst im Winter ernten werde. Mehr möchte ich an dieser Stelle (noch) nicht verraten. Nur um Spekulation vorzubeugen: es gibt kein neues Buch. Leider. Zum Schreiben blieb einfach zu wenig Zeit. Das Wetter und die Thermik ließen bis Ende Oktober wunderschöne Flüge zu. Steffen fotografierte mich am 30.10. über dem Hochjoch. Zuvor hatten die Schneekanonen weiße Flecken auf die Landschaft gespieen, die dem Berg ein krankes Aussehen verliehen. In der Luft war es warm und nichts deutete auf den Winter hin, nur diese lächerlichen eisigen Pickel im braunen Herbstgras. Wir flogen über eine Stunde am Hochjoch herum und konnten uns nicht vorstellen, dass zwei Wochen später Schifahrer dort unten herumwuseln würden. Der Wintereinbruch kam unerwartet heftig. Gestern, am 12.11., wühlte ich mich mit Tourenschi durch kniehohen Pulver und fühlte mich wie im tiefsten Winter.

Nebenbei trudelten die "Leider nicht" Absagen herein, die mit der Teilnahme an Literaturwettbewerben meistens verbunden sind. Bei hunderten Einsendungen ist ein Gewinn so selten wie bei einem Brieflos. Davon darf man sich nicht frustrieren lassen. Um die eigens dafür verfassten Texte nicht in der Schublade zu verstecken, finde ich ab und zu eine Möglichkeit sie zu veröffentlichen. Beispielsweise bei der Lesung im Rahmen der Bludenzer Kulturnacht, die ich unter dem Motto "gefordert - gefördert" hielt. Wer Stoff für einen Albtraum braucht, kann meinen Text zum Thema "fünfzehn" hier nachlesen.

Für heuer verabschiede ich mich und gehe "offline".

Martina


August / September 2016

Im August erhielt ich eine gute Nachricht, die gleichzeitig auch eine schlechte war: Die 2. Aufage meiner Flurbereinigung ist bis auf wenige Exemplare verkauft worden. Jetzt existiert nur mein eigenes, kleines Vorratslager in Schachteln auf dem Kleiderschrank. So gesehen wäre es höchst an der Zeit wieder ein neues Buch zu schreiben, meinte der Verlagsleiter. Gerne, antwortete ich, als wäre dies nur eine Sache des Wollens.

Realistisch betrachtet, bin ich derzeit froh, wenigstens ab und zu einen kurzen Text für einen Wettbewerb zu schreiben oder über einen Flug zu berichten. Bis der aktuell noch offene Literaturwettbewerb (das Thema lautete "fünfzehn") entschieden ist, gibt es einen neuen Hummelflug (Swisshummel) nachzulesen, der mich selbst wohl am meisten überrascht hat.

Ich freue mich auf den Herbst und hoffe, dass er so schön wird wie auf diesem Foto (Aufnahme vom 25.9. in einer Höhe von 2.900m überm Kreuzjoch)

Martina

Bildmitte: Lünersee, dahinter die Schesaplana mit einem kleinen Stück des Brandner Gletschers
Bildmitte: Lünersee, dahinter die Schesaplana mit einem kleinen Stück des Brandner Gletschers

Juni / Juli 2016

Erst spät im Juni ließen die Wind- und Wetterverhältnisse endlich einen Flug vom Golm zu. Aber anstatt wie die anderen Piloten eine möglichst große Flugstrecke anzupeilen hatte ich anderes vor (nachzulesen in "Hummelmama").

Anfang Juli flog ich dann quer durch Österreich (mit Fensterplatz und Start um 6:30 in Altenrhein auch ein schönes Erlebnis). Ich musste nach Wien ins Lebensministerium, wo mir ein Buchstabe aus Holz überreicht wurde. Das L ist eine Auszeichnung für meinen Einsatz im Bereich Naturgefahrenmanagement, aber auch eine Anerkennung für meine literarische Arbeit auf diesem Gebiet. Im Zuge des Festaktes im Marmorsaal hielt ich einen Vortrag über die Verbindung dieser beiden scheinbar so gegensätzlichen Welten (trockene Technik hier / bewegende Schicksale dort bzw Mathematik / Schriftstellerei) und überreichte im Anschluss daran Herrn Minister Andrä Rupprechter mein Buch Flurbereinigung.

Zu guter Letzt noch ein Beitrag aus dem Februar. Ich bin eingeladen worden, einen Text zu einem Satz aus der Ausstellung des Satzmuseums zu verfassen und im Rahmen der Finissage im Landesstudio des ORF vorzulesen. Ich habe ihn unter der Rubrik Wortmix - Prosa online gestellt (oder einfach hier anklicken).

Martina


Mai 2016

Der Mai weckte große Erwartungen. Ich wurde eingeladen etwas Kurzes zum Thema Aufbruch zu schreiben. Die Textminiaturen sollten auf die Tickets zum Poolbarfestival gedruckt werden. Meine zwei Einsendungen fanden erst großen Anklang, wurden schlussendlich aber doch nicht berücksichtigt. Die Festivalleitung hatte anders entschieden. Hier kann man sie trotzdem nachlesen.

Auch fliegerisch war der Mai eher enttäuschend. Ich fuhr einmal sogar trotz Föhnprognose zum Startplatz hinauf, nur um mich vor Ort zu überzeugen, dass es viel vernünftiger war, wieder mit der Bahn hinunter zu fahren. "Ich bin auch bloß hier, um mich zu vergewissern, dass ich nichts versäume, wenn ich nicht fliege", sagte Helmut. Es beruhigte mich, mit dem seltsamen Verhalten nicht alleine zu sein.

Einen dieser typischen Mai-Flüge habe ich im Text "Quadrathummel" verarbeitet.

Aber der Mai konnte auch positiv überraschen. Die Flugpost widmete meiner Erzählung "vom Trauern und Fliegen" eine Doppelseite in der 25. Jubiläumsausgabe. So bleibt Monika - nun fast 1 Jahr nach ihrem Unfalltod - weiterhin präsent.

Martina


April 2016

Ich bin über den Winter nicht schreibfaul gewesen, habe bei Literatur Wettbewerben mitgemacht und wurde für eine Lesung ins ORF Funkhaus geladen. Diese Texte werden hier aber erst präsentiert, wenn die Ergebnisse bekannt sind.

Zwischenzeitlich ist die Gleitschirmsaison angebrochen und es gibt einen neuen Hummelflug (Wolkenhummel)zum Nachlesen. Paragrafenreiter werden wieder nach Zensur rufen - aber auf meiner homepage kann ich veröffentlichen, was ich will! Vorausgesetzt, man besitzt auch als Frau "balls of titan"...

Martina


Dezember 2015

Immer wieder werde ich mit der Frage konfrontiert, warum ich meine Reiseberichte oder die Texte übers Fliegen nicht in Buchform herausbringe. Leider fragen das nur treue Leser und keine Verleger...

Natürlich wäre es schön, gebundene "Hummelflüge" in der Hand zu halten. Aber wieviele Menschen geben Geld für etwas aus, das man im Internet mit ein bisschen Suche gratis haben kann?

Dasselbe gilt für meine Reiseberichte. Der Markt ist gesättigt mit Bloggern und Abenteurern, die ihre Erlebnisse online posten. Wer sollte meine Bücher kaufen?

Vielleicht kommt es einmal so weit, dass Leser über crowdfunding eine gewisse Auflage ihres Wunschbuches vorfinanzieren und sich sowohl Risiko als auch Gewinn mit dem Verlag teilen. Aber das sind Träumereien.

Ich schreibe in erster Linie aus Lust am Schreiben, aber wenn ich etwas fertig habe, möchte ich natürlich dass die Texte gelesen werden. Und das ist auch ohne Verlag möglich. Deshalb habe ich mich entschlossen, einen Großteil meiner Arbeiten für jeden zugänglich zu machen und diese website eingerichtet. Das war für mich (als Internet-Laie) eine mühsame Angelegenheit und ich hoffe, dass die Nutzung problemlos funktioniert. Falls nicht - Fehler bitte melden!

Wie geht's weiter?

Sobald ein neuer Text online ist, wird er hier unter "news" vorgestellt und verlinkt. Da ich jedoch nur in meiner Freizeit zum Schreiben komme, kann das dauern. Ich will meine Leserschaft aber keinesfalls nötigen, ständig die news-Seite zu beobachten, sondern biete an, über Email zu informieren, wenn es etwas Neues gibt. Für diesen "newsletter" einfach über Kontakt eure Email-Adresse (bei Nachricht newsletter eintragen) an mich senden.

Ich freue mich über Post mit Lob, Anregungen und Kritik.

Martina